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Spät einsetzende Hypertonie könnte Demenzrisiko senken

Irvine – Wer erst nach dem 80. Lebensjahr an einer arteriellen Hypertonie erkrankt, hat ein erniedrigtes Demenzrisiko http://cialisviag..active/. Das berichten Forscher um  Maria Corrada an der Uni­ver­sity of California, Irvine in Alzheimer’s&Dementia (2016; doi: 10.1016/j.jalz.2016.09.007).

Grundsätzlich ist eine arterielle Hypertonie ein Risikofaktor für die Entwicklung einer De­menz. Während ein niedriger Blutdruck die Gefäße gesund hält, kann eine zu strenge Ein­stellung die kognitive und körperliche Leistungsfähigkeit von Senioren beeinträchti­gen und Stürze begünstigen. Die deutsche Hochdruckliga sieht in ihren Leitlinien unter anderem deshalb für Patienten über 80 Jahren moderate Zielwerte vor. Bei diesen Pa­tien­ten darf der Blutdruck laut der Hochdruckliga systolisch zwischen 140 und 150 mmHg liegen.

Für die These, dass ein erhöhter Blutdruck auch eine protektive Wirkung für Erkran­kun­gen haben könnte, gibt es bisher wenig Evidenzen. Im Rahmen der aktuellen Studie un­tersuchten die Forscher, wie sich ein erst spät diagnostizierter Bluthochdruck auf das De­menzrisiko auswirkt. Sie beobachteten 559 Teilnehmer über etwa drei Jahre und über­prüften halbjährlich die kognitive Gesundheit der Probanden.

40 Prozent der Probanden entwickelten eine Demenz, 61 Prozent hatten irgendwann in ihrem Leben die Diagnose einer arteriellen Hypertonie erhalten. Bei einem Fünftel der Teilnehmer wurde die Hypertonie jedoch erst jenseits der 80. Lebensjahrs diagnostiziert.

In ihrer Analyse stellten die Wissenschaftler fest, dass, verglichen mit Normotonikern, ei­ne solche späte Hypertonie das Demenzrisiko signifikant senkte (Hazard Ratio = 0,58; P = 0,04). Ein noch späterer Diagnosezeitpunkt (< 90 Jahre) wirkte sich auf das Demenz­risiko noch günstiger aus (Hazard Ratio = 0,37; P = 0,004).

Eine generelle Empfehlung kann auf Grundlage der Ergebnisse nicht ausgesprochen wer­den, so die Wissenschaftler. Der Grund für den beobachteten Zusammenhang bleibe unklar. Vorstellbar sei jedoch, dass der verbesserte Blutfluss im Gehirn die kognitiven Fähigkeiten erhält, meinen die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

 

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